Leitungsquerschnitt berechnen

Der Rechner ermittelt den Mindestquerschnitt einer Kupferleitung aus zwei Bedingungen: zulässiger Spannungsfall und Strombelastbarkeit nach IEC 60364-5-52 / DIN VDE 0298-4 (Verlegeart B2). Maßgebend ist der größere Wert.

Querschnitt nach Spannungsfall mm²–
Bemessungsstrom I / f A–
Mindestquerschnitt nach Strombelastbarkeit (B2) mm²–
Erforderlicher Mindestquerschnitt (maßgebend) mm²–
Berechnungsformel & Normgrundlage anzeigen

Formel

A = max(A_ΔU; A_Iz). A_ΔU = 2·L·I / (κ·U·Δu) mit κ = 58 m/(Ω·mm²) für Kupfer. A_Iz = kleinster Normquerschnitt mit Strombelastbarkeit Iz ≥ I/f nach IEC 60364-5-52 Tab. B.52.2/B.52.4 bzw. DIN VDE 0298-4: Verlegeart B2 (Leitung im Installationsrohr auf oder in der Wand), Kupfer, PVC, 30 °C; U ≤ 250 V: 2 belastete Adern, U > 250 V: 3 belastete Adern (Drehstrom).

Eingangsgrößen

Konstanten

Ein Leitungsquerschnitt muss zwei Bedingungen gleichzeitig erfüllen: Der Spannungsfall bis zum Verbraucher bleibt im zulässigen Rahmen, und die Leitung erwärmt sich im Dauerbetrieb nicht unzulässig (Strombelastbarkeit Iz). Maßgebend ist der größere der beiden Querschnitte — bei kurzen Leitungen fast immer die Strombelastbarkeit, bei langen Leitungen der Spannungsfall.

Die Belastbarkeitswerte gelten für Kupferleitungen mit PVC-Isolierung in Verlegeart B2 bei 30 °C. Abweichende Bedingungen — Häufung mehrerer Stromkreise, höhere Umgebungstemperatur oder Verlegung in wärmegedämmten Wänden (Verlegeart A1) — werden über den Umrechnungsfaktor f berücksichtigt; der Rechner prüft dann Iz ≥ I/f. Die Faktoren enthalten DIN VDE 0298-4 und IEC 60364-5-52.

Die Spannungsfall-Formel rechnet mit Hin- und Rückleiter (Wechselstrom); für Drehstrom liegt sie auf der sicheren Seite. Die Abstimmung mit der Schutzeinrichtung (In ≤ Iz), Abschaltbedingungen und die Ausführung gehören in die Hand einer Elektrofachkraft.

Häufige Fragen

Warum ist der Spannungsfall wichtig?

Ein zu hoher Spannungsfall führt dazu, dass am Ende der Leitung weniger Spannung ankommt als benötigt. Dies kann dazu führen, dass angeschlossene Geräte nicht korrekt funktionieren oder ihre Leistung nicht erreichen.

Gilt dieser Querschnitt für alle Verlegearten?

Die Strombelastbarkeit ist für Verlegeart B2 (Rohr auf/in der Wand) hinterlegt. Für ungünstigere Bedingungen — z. B. Leitungen in Wärmedämmung (A1), mehrere gebündelte Stromkreise oder hohe Umgebungstemperatur — den Umrechnungsfaktor f nach DIN VDE 0298-4 / IEC 60364-5-52 eintragen.

Warum ergibt 16 A bei kurzer Leitung 1,5 mm² und nicht weniger?

Bei kurzen Leitungen ist der Spannungsfall gering, die Erwärmung aber nicht: 1,5 mm² Kupfer trägt in Verlegeart B2 dauerhaft 16,5 A (2 belastete Adern). Ein dünnerer Querschnitt wäre für 16 A thermisch unzulässig.